Klostersturm in der Abtei: Prinz Toni I. feiert mit den Ordensleuten

Wenn Ordensleute lachen, Prinzen durchs Klostertor ziehen und und die Gäste zur Karnevalsmusik schunkeln, dann ist Klostersturm in der Abtei Hamborn. Was 2025 mit viel Begeisterung begann, war in diesem Jahr noch größer, bunter und mitreißender.

Im Kloster lag eine besondere Mischung aus Weihrauch und Konfetti in der Luft. Aus allen Teilen der Pfarrei kamen Närrinnen und Narren zusammen, auch zahlreiche befreundete Karnevalsvereine aus der Umgebung waren in Hamborn dabei. Seit mehr als 15 Jahren verbindet Kloster und Vereine eine lebendige Tradition – nicht zuletzt durch den gemeinsamen Gottesdienst zum Auftakt der Karnevalssession im November. Glaube und Frohsinn beflügeln sich gegenseitig.


Prinz Toni I. hat ein dreifaches Helau im Gepäck


Ein Höhepunkt in den Karnevalstagen war der Besuch von Prinz Toni I. aus Duisburg. Mit seinem Gefolge zog er unter großem Applaus in das Kloster ein – smit einem dreifachen „Helau!“ im Gepäck. Mit Witz, Ausstrahlung und echter jecker Leidenschaft brachte er die ehrwürdigen Mauern zum Beben. 

Für ausgelassene Stimmung sorgten unter anderem die Meidericher Jecken und die Marxloher Jecken mit schwungvollen Tänzen, farbenfrohen Auftritten und viel Herzblut auf der Bühne. Aus der Gemeinde St. Hildegard begeisterte eine Damengruppe mit kreativen Wortbeiträgen, humorvollen Einlagen und musikalischen Überraschungen.

Büttenrede mit Seitenhiebe auf das kirchliche Leben


Ein Glanzlicht war die gemeinsame Büttenrede von Pater Gereon Strauch und der Pfarreiverwalterin Susanne Schütters. Mit pointierten Reimen, feiner Selbstironie und liebevollen Seitenhieben auf das kirchliche und närrische Leben trafen sie genau den richtigen Ton. Das Publikum dankte es mit herzhaftem Lachen und lang anhaltendem Applaus.

Den musikalischen Schlusspunkt setzten die Familie Finke aus der Gemeinde St. Barbara. Mit viel Schwung und guter Laune sorgten sie dafür, dass niemand stillstehen konnte - ein Abschluss, der noch einmal alle mitriss.

Souverän und humorvoll führte Pater Rudolf Hein durch das Programm. Mit Charme, Schlagfertigkeit und einem sicheren Gespür für Timing verband er die einzelnen Beiträge und hielt die Stimmung durchgehend auf höchstem Niveau.

Abt Albert: "Wo Menschen gemeinsam lachen, da wächst Gemeinschaft"



Zum Abschluss wandte sich Abt Albert Dölken an die versammelte Gemeinschaft. In herzlichen Worten dankte er den Vereinen, den Aktiven auf der Bühne, den Helferinnen und Helfern im Hintergrund sowie den zahlreichen Gästen. Er betonte, wie wichtig solche Feste für das Miteinander seien. „Wo Menschen gemeinsam lachen, da wächst Gemeinschaft“, sagte Abt Albert. 

Am Ende hallte ein kräftiges „Hamborn und Kloster Helau!“ durch die Räume. Und eines ist sicher: Wenn im nächsten Jahr wieder gestürmt wird, stehen die Tore erneut weit offen - für Frohsinn, Begegnung und ein Lachen, das weit über die Klostermauern hinaus zu hören ist.